>> Download PDF-Datei [113 KB]
Wenn immer neue Krisen-Symptome über die Euro-Welt hereinbrechen, dann ist es besonders wichtig, im Wust von Sensationsmeldungen und Wahnvorstellungen die unabänderlichen Fakten nicht aus den Augen zu verlieren.
Tatsache ist, dass der Schweizer Franken keine Aufwertung erfährt. Wahrheit ist vielmehr, dass der per Notenpresse mit immer neuen Billionen geschwemmte Euro-Raum die EU-Währung unrettbar in die Tiefe reisst – erkennbar am derzeit gegenüber allen andern Währungen gefährlich sinkenden Euro-Kurs.
Gefesselter Franken
Nur gegenüber dem Franken bleibt der Euro scheinbar «stabil» – weil die Nationalbank den noch gesunden Franken an den von Schwindsucht befallenen Euro gefesselt hat. So untergräbt der täglich Vertrauen verlierende Euro auch die Stabilität des Frankens.
Warum zerfällt der Euro? Das Kartell der Bankrot-teure, in welches sich die über den Euro regierenden EU-Staatschefs und EU-Funktionäre längst verwandelt haben, hat allein in den letzten sechs Monaten den Euro-Raum – zwecks vermeintlicher Rettung bankrotter Euro-Staaten – mit mehreren Billionen Euro frisch ab Notenpresse geschwemmt – die Geldmenge bei nahezu unverändertem Waren- und Dienstleistungsangebot also massivst ausgeweitet.
Das bringt unweigerlich Inflation. Das höhlt die gesündeste Währung aus – wozu der Euro schon lange nicht mehr gehört.
Die Schweiz als Retter?
Und die Schweiz muss – eine weitere unabänderliche Tatsache – wissen: Wenn die Herrscher über den Euro diese marktuntaugliche Kunstwährung willentlich aushöhlen, dann wird die Idee, die Schweiz könne den Euro gleichsam im Alleingang retten, für unser Land und für den noch stabilen Schweizer Franken zum tödlichen Irrglauben.
Nimmt denn jemand im Ernst an, die Schweizerische Nationalbank (SNB) könne jedem, der irgendwo auf der Welt noch auf schwindsüchtigen Euro sitzt, bis ad absurdum Fr. 1.20 für seine täglich an Wert verlierenden Euro bezahlen?
Die richtigen Massnahmen
Natürlich muss die Schweiz Massnahmen treffen, damit unser Land nicht auch ins Überschuldungs-Schlamassel gerissen wird.
Die todbringende Fesselung des Frankens an den Euro muss aufgelöst werden. Mehrwertsteuer-Senkung statt Frankenzerrüttung heisst der Weg, der unserer Wirtschaft Entlastung verschafft. Die Mit-Zerstörung des Frankens rettet den Euro nicht. Sie zerstört höchstens die Wirtschaftsgrundlage für die Schweiz.
Solidere Gold-Absicherung des Frankens statt immer zielloser anmutende Massenkäufe maroder Euro durch die Nationalbank: Das ist die zweite Massnahme. Die SNB kann den Euro nicht retten. Aber sie muss den Franken absichern.
Dritte Massnahme: Auch dem «kleinen Mann» muss die Absicherung seines persönlichen Vermögens durch inflationsgesicherte Werte ermöglicht werden: Dafür wurde die Idee «Goldfranken» lanciert – die Schaffung einer Parallel-Währung mit Gold-Anteil, die so viel kostet wie das darin enthaltene Gold (0,1 Gramm rund 5 Franken). Damit kann sich jede Familie einen «gesicherten Goldschatz» schaffen. Und zur Entlastung des Schweizer Frankens stünde eine goldhaltige Fluchtwährung für buchstäblich Jedermann zur Verfügung. Für alle, die ihre sauer verdienten Vermögen den Kleptokraten an den Staatsspitzen entziehen wollen.
Angesichts des Euro-Desasters wird die Zeit reif für echte Vermögensrettungs-Massnahmen. Die Regierungen – verantwortlich für die Überschuldungskatastrophe – wollen die Bürger bloss schröpfen.
Ulrich Schlüer